Georges-Arthur Goldschmidt
Über die Flüsse

Autobiographie
Aus dem Französischen von Georges-Arthur Goldschmidt
Meridiane 31
2001. 408 Seiten. Leinen mit Lesebändchen

ISBN 9783250600312

Georges-Arthur Goldschmidts Autobiographie

Geboren wurde Georges-Arthur Goldschmidt in Hamburg. Seine Familie, wohlhabend, weltoffen und verwandt mit dem Dichter Heinrich Heine, ist jüdischer Herkunft, aber bereits im 19. Jahrhundert zum Protestantismus konvertiert. Der Junge wächst in den ersten Jahren wohlbehütet auf, doch bald gibt es deutliche Anzeichen für die Gewalt und den Terror des Nazi-Regimes. 1938 beschließen die Eltern ihre Söhne zunächst nach Florenz zu schicken. Als auch dort die Lage prekär wird, bringt man beide in einem Internat in den Hautes-Savoies unter, wo der jüngere Georges-Arthur, vor den Nazis zwar gerettet, jedoch körperlich gepeinigt und sexuell missbraucht wird, während sein älterer Bruder in die Résistance geht, die Mutter stirbt und der Vater nach Theresienstadt deportiert wird.
Der einzige Halt des empfindsamen Jungen sind seine Leseabenteuer, in die er immer wieder untertaucht und in die er sich zurückzieht. Nach dem Krieg verschlägt es ihn nach Paris. Hier an der Seine findet er seine neue Heimat, wird Franzose und begegnet seiner Frau, mit der er eine Familie gründet. Hin und wieder jedoch kehrt er von den Hügeln an der Seine in die Ebenen an der Elbe zurück.




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