Joseph O’Connor
Cowboy und Indianer

Roman
Aus dem Englischen von Gabriele Haefs
1994. 380 Seiten. Gebunden

ISBN 9783250102182

Der letzte Irokese Dublins erobert London City – der Rock-’n’-Roll-Roman der 1980er Jahre

Nach dem College schultert Eddie Virago, der letzte Punk Dublins, seine E-Gitarre. Auf nach London, weg von den 800 Pubs, in denen jeder erzählt, was er alles tun könnte, wenn er nicht gerade hier säße – Filmstar oder Rockstar werden, den großen Roman schreiben ... Schon auf der Überfahrt klemmt’s, Marion, eine Spezialistin für melodramatische Verwicklungen, streicht ihm über den Irokesenschopf, zu zweit betreten sie »Bright Lights, Big City«, um bald die Schatten besser zu kennen als den Glamour. Statt im Plattenstudio steht er im Hamburgerstand, kein Apartment in den Docks, wo die Yuppies ihre BMWs parken, sondern ein Zimmer beim Inder um die Ecke.

Selbstbewusst schlägt er sich durch Kneipen voller LSD-Junkies und Swatchfetischisten, durch Acid-House-Partyzelte und irische Liederabende, weiß für jeden dummen Spruch einen flotten Return. Aber nach dem ersten Gig mit seiner neuen Gruppe Honey Bees landet er nur bei einem oberfaulen Rockimpresario, einem Windbeutel voller Popzitate. Schließlich ist er Telefonverkäufer für Müllsäcke. Eddie Virago, der immer Cowboy werden will, bleibt Indianer.

Mit »Cowboy und Indianer« hat Joseph O’Connor den London-Roman seiner Generation geschrieben, ein Debüt, das zum Bestseller wurde – mit einem schnellen Ohr für farbige und grelle Dialoge, mit präzisem Timing: Schelmenroman und Großstadtkomödie. Und doch vergisst Joseph O’Connor nie die Stimme hinter all den Puns und Jokes, Eddie Virago, den letzten Mohikaner, der sich immer wieder in den Attrappen seiner Träume verheddert.




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