Kuno Raeber
Abgewandt Zugewandt

Gedichte
1985. 128 Seiten. Englische Broschur

ISBN 9783250100324

»Die Schweizer lieben ihre Hochsprache nicht, viel eher scheint es, daß sie sie hassen. Immer wieder hört man Klagen darüber, wie abstrakt, gemütlos, seelenlos sie sei, und das gerade von den Gebildeten, die so tun, als gäbe es weder den ›Grünen Heinrich‹ noch ›Die Kultur der Renaissance in Italien‹ noch ›Andorra‹ ...« Kuno Raeber

Dieses Gedichtbuch ist in zweierlei Hinsicht ungewöhnlich: Einmal versammelt Kurt Raeber darin neue hochdeutsche Gedichte, zum anderen treten zu diesen, und durchaus eigenständig, Versuche des Autors in seiner Mundart, dem Luzerner Alemannischen, hinzu.

Seit vier Jahren beschäftigt sich Raeber mit der Mundart und experimentiert mit ihr für seine künstlerische Botschaft. Diese Mundarttexte sind nicht nur Übersetzungen der hochdeutschen Gedichte, es sind vielmehr dichterische Gebilde, die nur so und in dieser Sprache verfasst werden wollen.

So sind in »Abgewandt Zugewandt« zwei Gedichtbücher vereinigt, in zwei Sprachen geschrieben, die miteinander den Autor gemeinsam haben, deren Welt zwar dieselbe, aber doch nicht die eine ist. Was unserm Buch den Titel gibt, das Bild des Abwendens und Zuwendens, das thematisiert der Autor in seinem Nachwort über das schweizerische Sprachdilemma, was hier stellvertretend für andere Regionen des deutschen Sprachraums gelesen werden kann.

 

»Man steigt als Leser in einen Fluss, und schon geht es dahin, gibt es kein Halten mehr.« Süddeutsche Zeitung




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