Julio Ramón Ribeyro
Heimatlose Geschichten

Aus dem Spanischen von Anneliese Botond
1991. 192 Seiten. Gebunden
Umschlaggestaltung von
Marie-Luise Flammersfeld

ISBN 9783250101611

Nicht immer, schreibt Ribeyro, empfängt man die verborgene Botschaft, doch manchmal, sei es mittels einer konzentrierten Anstrengung, sei es, weil sie einem zufällt, ereignet sich das Wunder: Die scheinbar verworrene, chaotische Lebenswirklichkeit öffnet ihre Türen einen Spalt weit, und das Wesentliche gibt sich dem Blick in Umrissen preis.

In Peru gehört Julio Ramón Ribeyro zu den meistbewunderten und meistgelesenen Autoren, für Kenner und Liebhaber zu den ganz wenigen der Weltliteratur, deren Werke jenen Härtegrad haben, der Dauer, also Überleben in sich trägt.

»Heimatlose Geschichten« vereinigt zweihundert kurze Prosastücke zu einem Gewebe, in dem Menschenleben verwahrt ist. Literatur, Liebe und Glück, Kinder, Geschlecht, Tod und Alter, Krankheit und Einsamkeit – von zentralen Fragen menschlichen Lebens, von den ersten und letzten Dingen ist in diesem Buch die Rede, ohne jegliche artifizielle Spielerei, frei von allem maniriert Spektakulären. So wie jeder Mensch, wenn er mit offenen Augen und empfänglicher Seele durch seine Gegenwart geht – flanierend, beobachtend –, sie erfahren und durchdringen kann.




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