Fjodor Dostojewskij
Der Großinquisitor

Ein Poem
Aus dem Russischen von Swetlana Geier
2001. 96 Seiten. Gebunden

ISBN 9783250200024

»Es ist das unbestreitbare Verdienst Swetlana Geiers, erkannt zu haben, dass Dostojewskij ein ›akustischer Autor‹ ist, der seine Romane höchst modern als Stimmentheater entwirft.« Karl-Markus Gauß, Spectrum

Fjodor Dostojewskij selbst gab anlässlich einer Lesung eine Einführung zu diesem wohl berühmtesten Kapitel aus seinem Werk »Brüder Karamasow«:

»Ein unter seinem Unglauben leidender Atheist dichtet in einem der qualvollen Augenblicke ein absurdes phantastisches Poem, in dem er Christus in einem Gespräch mit einem hohen katholischen Geistlichen, dem Großinquisitor, zeigt. Das Leiden des Verfassers dieses Poems entsteht namentlich dadurch, daß er in dem Bild seines hohen Geistlichen mit sehr katholischer Weltsicht, die sich so weit von dem ursprünglichen katholischen Glauben entfernt hat, den wahrhaften Diener Christi sieht. Indeß ist sein Großinquisitor in Wahrheit selbst ein Atheist.«




Impressum • Disclaimer