Walter Dirks
Republik als Aufgabe

Gesammelte Werke, Band 1
Publizistik 1921–1933
Herausgegeben von Fritz Boll, Ulrich Bröckling und Karl Prümm
1991. 350 Seiten. Gebunden

ISBN 9783250100904

Die frühen Texte von Walter Dirks: eine lebendige Chronik der Weimarer Republik

Im Rückblick erstaunt es, mit welcher Prägnanz und Differenzierung schon hier alle Themen präsent sind, die den Publizisten Walter Dirks ein Leben lang beschäftigt haben. Seine frühen Texte sind ein Versprechen, das eingelöst wurde. Wie alle seine späten wichtigen Artikel verbreiten auch sie eine produktive Unruhe, sind stets nach vorne gerichtet.

Sein Verhältnis zum Weimarer Staat ist das einer kritischen Solidarität, aber sein emotionales Engagement gilt einer Republik, die »Aufgabe«, die Zukunftsentwurf ist, dem »sozialen Volksstaat« und schließlich, am Ende der zwanziger Jahre, der »sozialistischen Demokratie«. Eine Europäische Friedensordnung war schon damals die Vision, die alle pazifistischen Artikel von Walter Dirks durchzog, die Vorstellung von einem reich gegliederten sozialen Raum, der den Krieg und die nationalstaatlichen Prägungen überwunden hat.




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