Javier Salinas
Die Kinder der Massai

Meridiane 67
Aus dem Spanischen von Stephanie von Harrach
2004. 140 Seiten. Leinen mit Lesebändchen

ISBN 9783250600671

»Mal angenommen, ich wäre Massai, dann würde ich meinen Vater jetzt gar nicht verlieren, weil ich nie einen gehabt hätte.«

Spätestens seit dem Tag, als Frau Matutes, die Sportlehrerin mit dem untrüglichen Gespür für auseinandergebröckelte Familien, Juan in die andere Volleyballmannschaft steckt, weiß er Bescheid: Seine Eltern werden sich trennen. Diesmal steht es fest, diesmal werden sie sich wirklich trennen.
Aber in der anderen Volleyballmannschaft zu spielen ist eine Sache, immer verlieren zu müssen eine völlig andere. Bei den Massai zum Beispiel würde es eine solche Mannschaftseinteilung gar nicht geben, denn die Kinder der Massai haben keinen eigenen Vater, sondern viele, da gehören die Kinder dem ganzen Dorf.
Und ob man nun also einen Vater hat, viele oder gar keinen, was bedeutet das schon? Hauptsache man ist glücklich und zählt sich nicht automatisch zu den ewigen Verlieren, sondern glaubt daran, dass man auch gewinnen kann. Eben genau wie die Kinder der Massai.
Javier Salinas erzählt eine Geschichte, die Mut macht, das übliche Familienmodell einmal anders zu denken, und zeigt, dass ein abwesender Vater nicht automatisch das Ende der Welt bedeutet. Ein Mut machender Sympathiegewinner für die potentielle Patchworkfamilie.

 

»Eine leise und liebenswerte Geschichte über das Erwachsenwerden und den Kummer, dass Glück sich weder planen noch festhalten lässt.« Elke Heidenreich, WDR Buchtipp

»Ein kleines Lehrstück mit nützlichen Handlungsanweisungen, getragen vom Glauben an das Erkenntnisstreben des Menschen.« Maike Albath, Neue Zürcher Zeitung




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