Zoé Valdés
Café Cuba

Meridiane 66
Aus dem kubanischen Spanisch
von Klaus Laabs
2004. 380 Seiten. Leinen mit Lesebändchen
Umschlaggestaltung von
Beate Becker

ISBN 9783250600664

»Was wäre, wenn die Engländer Kuba erobert hätten? Die Beatles wären dann aus Havanna gekommen, das wäre was gewesen!«

Marcela, in Europa gestrandete kubanische Fotografin, gelingt in der neuen Welt alles, was sie anpackt. Dennoch will sie sich von ihrem Erfolg nicht knechten lassen. Sie flieht vor dem Ruhm und widmet sich lieber den Dingen, die ihr wichtiger sind. Unter ihren zahlreichen kubanischen Freunden, die weltweit verstreut im Exil leben, ist sie diejenige, die über die Erinnerungen an die zurückgelassene Welt wacht. Sie ist die Regentin über das kollektive Gedächtnis an eine Zeit, die unwiederbringlich verloren ist. Aber Marcela ist auch eine gefangene Königin. Gefangen in den Gedanken an die Vergangenheit und an ein totgeschwiegenes Verbrechen. Gefangen in ihren Träumen, in denen noch immer jenes verhängnisvolle Bündel von Briefen schwelt, die eine Tragödie ausgelöst haben. Gefangen auch von ihren fünf Sinnen, die sich als Kerkermeister vor ihr Liebesleben stellen. Und nicht zuletzt von der Weissagung eines alten Santería-Priesters, die das düstere Verhängnis ihres Lebens vorausahnt.
In poetisch-lebenspraller Sprache schildert Zoé Valdés eine turbulente und leidenschaftliche Irrfahrt des Herzens mit ständigem Blick auf einen Sehnsuchtsort, zu dem es kein Zurück gibt.

 

»Wie Zoé Valdés die von kleinen Wendepunkten ganz unscheinbar gelenkte Story erzählt, zeugt von einer sprachlichen Leichtigkeit, die den Leser in eine Innenwelt existentieller Reflexionen hineinzieht.«

Heinz Norbert Jocks, DeutschlandRadio




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