Eric-Emmanuel Schmitt
Die Schule der Egoisten

Roman
Aus dem Französischen von Inés Koebel
Meridiane 61
2004. 176 Seiten. Leinen mit Lesebändchen

ISBN 9783250600619

»Seltsam, es brauchte mehrere Jahre, ehe mir bewußt wurde, daß ich Gott war!«

Durch Zufall stößt ein Philosophiedoktorand in der Bibliothèque Nationale auf einen vergessenen Exzentriker, der im 18. Jahrhundert die Pariser Salons eroberte. Gaspard Languenhaert, ein brillanter Kopf, behauptete lauthals, die Welt existiere nur in seinem Denken. In kürzester Zeit bildete sich eine Jüngerschar um ihn, lauter »Egoisten«, ein jeder sein eigener Gott, die zusammen um die Wette spekulieren. Aber was nützen die hitzigsten Debatten, wenn doch jedes Gespräch letztlich nur ein Selbstgespräch bleibt? Und die Liebe? Ist es denn überhaupt möglich, den Reizen der eigenen Schöpfung zu erliegen? War Languenhaert also ein großer Philosoph, ein Menschenverächter, ein selbstverliebter Narr oder einfach nur das Opfer seiner eigenen Geistesschärfe?

Was als Forschungsreise beginnt, endet als turbulente Zeitreise an einen Ort, wo das Wirkliche und das Wahre weniger gemeinsam haben, als man denkt.

 

»Ein abgefeimtes, elegantes Paradestück über den menschlichen Geist, seine Abgründe und Imaginationen.« Alexander Kluy, Rheinischer Merkur
»Der Leser kostet hier vom Opium der selbstdrehenden Gedanken, er gibt sich dem Schwindelgefühl des ›Vielleicht träume ich ja‹ hin, amüsiert sich über Geist und Witz, empört sich über Anmaßung und Trug.« Harald Loch, Mannheimer Morgen




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