Melinda Nadj Abonji
Im Schaufenster im Frühling

Roman
Meridiane 73
2004. 176 Seiten. Leinen mit Lesebändchen
Umschlaggestaltung von
Beate Becker

ISBN 9783250600732

»Die Sprache zum Klingen gebracht.« Beat Mazenauer

Luisa ist Mitte zwanzig, sie lebt in Wien und bewegt sich im Dreieck zwischen ihrer Nachbarin Frau Sunder, ihrer kessen Freundin Valérie und Frank. Sie mag Frank, der zwei Leben führt, eines unter der Woche mit Krawatte und Anzug und eines am Wochenende mit seinem Auto und Luisa. Und dann entdeckt sie, dass Frank und Valérie sich kennen. Aber da ist noch etwas anderes, das Frank vor ihr versteckt. Eine tickende Zeitbombe, wie sie einmal denkt. Dabei gab es in Luisas Leben schon genügend tickende Zeitbomben, vor allem als sie noch im Dorf wohnte mit ihren Eltern und der kleinen Schwester. Unliebsame Dinge wiederholten sich, und es war Luisa, »als ob die Welt sich in die verkehrte Richtung drehte«. Zum Glück gab es Herrn Zamboni, den Friseur, bei dem sie Tee kochen durfte, und seinen Hund, der im Schaufenster lag und leise vor sich hin pfiff. Melinda Nadj Abonjis Prosa ist eine fragile Textur über Geheimnisse in einer Zeit, in der es keine Geheimnisse mehr gibt. Ein Debüt, dem man sich nicht entziehen kann.

 

»Ein Drama ohne Dramatik, ein leise, aber eindringlich erzählter Schrecken.« Carola Ebeling, Emma




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