Marion Titze
Niemandskind

Roman
Meridiane 65
2004. 192 Seiten. Leinen mit Lesebändchen

ISBN 9783250600657

»Die meisten Menschen erleben das, wofür sie gewappnet sind. Nur ich erlebe etwas völlig anderes ...«

Was tun, wenn das eigene Kind durchdreht? Eine Mutter erzählt: »Es ist, als bräche ein Damm. Das Denken wird fortgespült von den Furien des Empfindens, und dein Leben starrt dich an wie ein Feind.« Bei der Scheidung war Jan vierzehn und ist dann bei seinem Vater aufgewachsen. Nach einem misslungenen LSD-Experiment kriegt er nichts mehr auf die Reihe. Er lässt sein Studium schleifen, hängt mit dubiosen Freunden rum und wird von abgründigen Ängsten gebeutelt. Wie die Eltern mit der eigenen Hilflosigkeit umgehen, angesichts dieses Kinds, dem – trotz allem aufgebotenen sächsischen Pragmatismus (»wahrscheinlich sind Psychosen das kommende Outfit«) – nicht zu helfen ist, das beschreibt Marion Titze wunderbar authentisch und mit nachfühlbarer Genauigkeit.

 

»Das Buch ist nicht auf Abstand bedacht. Im Bereich des Gerade-noch schreibt es sich nicht distanziert. Aber mit eigener, unverwechselbarer Stimme. Und beeindruckend.« Silvia Hess, Die Zeit




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