Wole Soyinka
Samarkand und andere Märkte

Gedichte
Odeon 16
Englisch und deutsch
Aus dem Englischen von Klaus Laabs
2004. 160 Seiten. Englische Broschur

ISBN 9783250300168

»Soyinkas mächtige Feder gilt allein der Menschlichkeit.« Wolfgang Platzek, WAZ

Die Basare in Samarkand und Teheran, die Suks von Algier und Beirut, aber auch die Börse an der Wallstreet und andere Hochburgen der Scharlatanerie, wo bis heute mit Menschen und Gottheiten gehandelt wird: Soyinka kennt sie alle und beschreibt sie in ganz und gar unkonventionellen Reisegedichten.

Nicht das Krämeridyll, die malerischen Stände und die orientalische Farbenpracht ziehen den Blick des Nobelpreisträgers auf sich. Er spürt der Entmenschlichung nach: der Welt als einer Fuge des Feilschens, als einem Ort des ewigen Kampfs um Markt und Macht. Mit der »Feder als Schwert« schreibt er an gegen die Doppelmoral und scheut sich nicht, wenn nötig, Götzen und Götter zu entthronen. Durch ihre thematische (und geographische) Vielfalt wird Soyinkas Lyrik zum gigantischen Marktstand, auf dem die Welt von heute ausgebreitet liegt. Und folgen wir der Fluch- und Gebetsschnur des nigerianischen Don Quixote, so lernen wir neben dem Schmunzeln auch den kreativen Zorn.

 

»Soyinka glänzt mit seiner Beredsamkeit, von der auch seine Bühnenstücke leben, denn schließlich ist er ein Meister des gesprochenen Worts, der Inszenierung.« Manfred Loimeier, Neues Deutschland




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