Fernando Pessoa
Baron von Teive. Die Erziehung zum Stoiker

Mit einem Nachwort von Georg Kohler
Aus dem Portugiesischen von Inés Koebel
2004. 112 Seiten. Leinen

ISBN 9783250104827

»Hatte ich Gewißheit, fiel mir stets ein, daß alle Narren eine noch größere hatten.«

Zum ersten Mal auf Deutsch wird hier der kleine Text des Halbheteronyms Baron von Teive veröffentlicht, eine wichtige Ergänzung zum »Buch der Unruhe« und ein wichtiger Bestandteil des Gesamtwerks Pessoas. Álvaro Coehlho de Athayde ist der 14. Baron von Teive, übrigens der einzige Selbstmörder im Werk Pessoas, und entdeckt voller Schmerz, dass er die Bücher, die er schreiben wollte, nicht schreiben kann. »Ich habe, wie mir scheint, die volle Entfaltung meines Verstandes erreicht. Und daher werde ich mich töten.« Seine persönliche Chronik, eine Sammlung negativer Lebenslektionen: eine von Einsamkeit geprägte Kindheit, eine enge, aber unerwiderte Bindung an die Mutter, ein abgeschlossenes Studium – ohne Folgen –, eine wohlhabende Existenz auf dem Lande, Schwierigkeiten im sexuellen Umgang mit Frauen, Amputation des linken Beines etc. »Dem Baron fehlten im Leben nicht nur ein abgeschlossenes schriftstellerisch-philosophisches Werk, sexuelle Eroberungen, die Mutter und das linke Bein, ihm fehlte auch der Sinn für Humor.«




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