Fernando Pessoa
António Mora. Die Rückkehr der Götter

Herausgegeben, aus dem Portugiesischen übersetzt und mit einem Nachwort versehen von Steffen Dix
2005. 528 Seiten. Leinen mit Lesebändchen
Umschlaggestaltung von
Beate Becker

ISBN 9783250104520

»Pessoas Prosa ist von kristalliner Klarheit.« Andreas Dorschel, Süddeutsche Zeitung

Mit diesem Prosa-Buch, ähnlich wie »Das Buch der Unruhe«, tritt erstmals auf Deutsch ein Pessoa zutage, der sich hinter dem Heteronym António Mora verbirgt und religionsphilosophische Fragen aufwirft, Fragen zur Rückkehr der antiken Götter, Fragen zu einem neuen Heidentum.

Pessoa sagt von sich: »Ich war ein von der Philosophie angeregter Dichter und kein Philosoph mit dichterischen Fähigkeiten«, und so liest sich denn auch dieses Fesseln sprengende, aufmüpfige und anregende, verstörende Werk. Mora ist eines der spannendsten Heteronyme Pessoas, er nimmt die Fragen von Caeiro auf und sieht alle Dinge als Dinge, ohne weitere Dimension oder metaphysische Exegese. Die Fragestellungen sind von Aktualität, wird doch heute, nach der religiösen, moralischen und politischen Verunsicherung durch die Moderne, vermehrt von verschiedenartigsten Gottheiten (im Gegensatz zu den monotheistischen Glaubensrichtungen) gesprochen. Mora, der Meister Caeiro – und damit Pessoa – gehen radikal weiter als Nietzsche mit seiner Religionskritik.

 

»Die Vielsprachigkeit steht in Zusammenhang mit Fernando Pessoas Heteronymie ... Jahrzehnte vor der Diskussion um den Tod des Autors in der Literatur der Moderne.« Bernd Mattheus, Deutschlandradio




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