Erika Burkart
Die Vikarin

Bericht und Sage Meridiane 101 2006. 300 Seiten. Leinen mit Lesebändchen

ISBN 9783250601012

»Ob es Lehrer, Lehrerinnen gibt, die auch nachts an ihre Schüler denken, sich das eine, andere Kind schlafend vorstellen, den Mondschein auf dem Gesicht, die weiße Maske, die manche Kinder älter und einige engelhaft schön erscheinen läßt.«

Es dürfte das offenste Buch von Erika Burkart sein. Es wären ihre Lebenserinnerungen, konkret und beinahe dokumentarisch, wäre sie nicht eine Poetin und poetische Erzählerin. Sie beschreibt ihr Elternhaus, die Mutter, Lehrerin, eine großmütige Leidende, der Vater Urwaldjäger und Trinker. Gemeinsam bewohnen sie ein altes Haus, die ehemalige Sommerresidenz der Fürstäbte von Muri, und betreiben darin eine Gastwirtschaft.
Die Tochter wird Lehrerin, doch ohne feste Anstellung: Sie versieht Stellvertretungen, springt da und dort im Lande ein, wo eine Lehrerin gefragt ist, sie ist das, was man in der Schweiz eine Vikarin nennt. Wir erfahren viel über die Kriegszeit in der Schweiz, die Not und Armut allenthalben, viel über die verschiedenen sozialen Schichten, aus denen die Schülerinnen und Schüler stammen, wir erahnen aber auch das bewegte Privatleben der Erzählerin im Zeitraum von 1942 bis gegen Ende der fünfziger Jahre.

 

»Selten wurde das Vorrecht der Dichter zu träumen mit soviel Hingabe verteidigt.« Michael Braun,

Basler Zeitung


Erika Burkart liest aus »Die Vikarin«




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