Antonio Machado
Nuevas canciones – Neue Lieder 1917–1930. De un cancionero apocrifo – Aus einem apokryphen Cancion

Gedichte und Prosa
Spanisch und deutsch
Herausgegeben, übertragen und mit einem Nachwort versehen von Fritz Vogelgsang
2007. 384 Seiten. Halbleinen mit Lesebändchen
Umschlaggestaltung von
Mike Bierwolf

ISBN 9783250104735

»Zwischen dem Leben und Träumen, da gibt es noch etwas Drittes.«

Vielgestaltig, überraschend, mit grimmigem Humor und voller, irdischer Stimme tritt uns das große Spätwerk Antonio Machados entgegen. Der Dichter ist vierundvierzig, als er 1919 seine selbstgewählte Verbannung im andalusischen Baeza aufgibt und nach Segovia wechselt, wo er eine Anstellung als Philosophielehrer am Gymnasium findet.

Der Band versammelt neben den »Neuen Liedern«, dem letzten unter eigenem Namen veröffentlichten Gedichtband, auch die Gedichte »Aus einem apokryphen Cancionero«, in denen Machado unter der Maske des Gelehrten die poetischen Hervorbringungen seiner beiden Erfindungen Juan de Mairena und Abel Martín herausgibt und kommentiert. Selbstauskunft, poetologische Reflexion und Spiel mit der eigenen Dichtung gehen dabei Hand in Hand. Zornig kommt das Werk dieses großen Bewohners der España profunda daher, vielfarbig in seiner Trauer und mit einer Direktheit, die mitten ins Herz fährt. Was vorliegt, ist die Summe eines Schaffens, das aller poetischen Idiome mächtig ist, vom volkstümlichen Cancionero über den sentenzhaften Dreizeiler bis hin zum verpönten Sonett und dem Langgedicht, das die Weite und elementare Gewalt der Landschaft Andalusiens erstehen lässt.

»Unangestrengt, wie selbstverständlich stehen die Wörter und Sätze da, als könnten sie keineswegs anders sein.« Hans-Martin Gauger, FAZ
»Vogelgsang hat das Deutsche schimmern, blinken und strahlen lassen für die Gedichte Machados, indem er sie nicht einfach übersetzte, sondern neu dachte.« Andreas Dorschel, Süddeutsche Zeitung




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