Perikles Monioudis
Land

Roman
Meridiane 112
2007. 304 Seiten. Leinen

ISBN 9783250601128

»Eine sinnlich betörende Erkundungsreise ans Mittelmeer und eine souveräne Reflexion über Identität.« Michel Mettler, Züri Littéraire

Ein junger Mann, im diplomatischen Dienst der Schweiz in Berlin stationiert, macht sich auf den Weg rund ums Mittelmeer, um seinen griechischen Vorfahren nachzuspüren. Als Zuckerbäcker waren sie von Griechenland nach Alexandria in Ägypten aufgebrochen und haben dort eine in der ganzen Levante berühmte Konditorei und Zuckerbäckerei geführt. Als sie Ägypten fluchtartig verlassen mussten, kam die Familie in die Schweiz. Einzige Hinterlassenschaft des einst stolzen Backhauses ist ein Rezeptbuch, jedoch nicht materiell im Besitz der Erben. Man weiß nur darum, und man weiß auch, dass dieses Buch die geheimsten Rezepte für die Herstellung der gefragtesten Köstlichkeiten enthält. Der Erzähler macht sich auf, dieses Rezeptbuch zu finden, eine Odyssee, die ihn durch nahezu alle Hafenstädte des Mittelmeerraums führt. Von Naschwerk ist viel die Rede, von den Gerüchen in den verschiedenen Städten, und wie nebenbei entsteht dabei die Geschichte einer Liebe und die einer Trennung.

 

»Monioudis verfolgt in seinem Roman eine spannende Frage: Was braucht ein Mensch, um vom Flüchtenden zum Flanuer zu werden? Dafür findet er eine hinreißende poetische Sprache.« Kieler Nachrichten

 

Laudatio der Stadt Zürich auf »Land«, Werkjahr-Verleihung, Dezember 2007

»Perikles Monioudis hat mit seinem neuen Roman ein kluges, sensibles und sehr genaues Buch über das Fremdsein geschrieben. ›Land‹ heißt der Titel, und gemeint ist das Land rund um das Mittelmeer, das der Protagonist bereist, auf der Suche nach den Wurzeln seiner Familie. Dabei vollzieht der Reisende als Beobachter und Flaneur auf ganz eigenwillige Weise nach, wie die Randzonen Europas historisch und kulturell zusammenhängen. Die Beobachtungen des Reisenden verdichten sich zu traumwandlerischen, gestochen klaren Bildern – und die wiederum erzählen ganze Geschichten, die zwischen den Zeilen verborgen sind.«




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