Ulla Lenze
Archanu

Roman
Meridiane 105
2008. 240 Seiten. Leinen mit Lesebändchen

ISBN 9783250601050

»Archanu ist kein Paradies, nur eine Metapher für kulturelle Missverständnisse und soziale Konflikte im globalen Dorf.« Martin Halter, Tages-Anzeiger

Archanu, das ist der Name der Einheimischen für jenen subtropischen Ort, an dem Europäer ihre Kolonie »Morgenstadt« errichtet haben, in der nur bleiben darf, wer in völligem Einklang mit sich und der Welt zu leben verspricht.
Marie hat einiges auf sich genommen, um dorthin zu gelangen. Kurz vor dem Abitur hat sie sich über die Widerstände ihrer Eltern hinweggesetzt und sämtliche Warnungen des Sektenberaters Ganto in den Wind geschlagen: Marie will sich ihren eigenen Eindruck von diesem angeblich nur »etwas zu groß geratenen Bioladen im Dschungel« machen.
Und sie gerät mitten hinein in verwirrende Tatsachen. Hier, wo die Leute vom You-are-the-Buddha-Workshop nach einer Atempause beim Weizengrasdrink zum Dienst an der Natur in den Freedom Forest eilen, kann sie sich leicht selbst davon überzeugen, wie die Morgenstädter sich in ihre eigenen ideologischen Widersprüche verstricken und wie der Widerstand der Einheimischen gegen die begüterten Heilsbringer immer mehr an Schärfe zunimmt. Von alldem will sie Ganto, ihrem »Teufelsaustreiber«, berichten, in den – und das muss sie sich allmählich eingestehen – sie sich offenbar verliebt hat.
»Archanu« ist die Geschichte eines Aufbruchs zur Wahrheitssuche und die Geschichte vom Einbruch der Idee, irgendwo im Nirgendwo könne gänzlich unabhängig vom Bestehenden eine kleine heile Welt entstehen.

 

»›Archanu‹ kann man nicht leicht zuschlagen, und wenn man durch ist, dann ist man noch lange nicht fertig damit.« FAZ




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