Matsuo Bashô
Leiko Ikemura
Ralph-Rainer Wuthenow
Hundertundelf Haiku

Herausgegeben und aus dem Japanischen übersetzt von Ralph-Rainer Wuthenow
mit 22 Zeichnungen von Leiko Ikemura
Bibliothek des Herrn Parnok 1
Ammanns Kleine Bibliothek 5
1985/1987/1994/2009. 144 Seiten. Gebunden mit Schutzumschlag

ISBN 9783250108054

Größte Kunst auf kleinstem Raum

Im Zentrum des Haiku steht ein reines, scharf umrissenes Naturbild, eher Schnappschuss als »Nature morte«. Hierin liegt die Bedeutung der Jahreszeiten für die Haiku, die in tropischen Elementen erscheinen wie Herbstmond, Winterregen, Frühlingsnacht, aber auch in Naturerscheinungen, welche die Jahreszeiten genau erkennbar machen: Kirschblüte, Kuckuck, Zikade, Chrysantheme, Nebel, entlaubter Ast, Krähe, Reif und Schnee. 
Ein Bild wird nicht entwickelt, sondern als Zustand vermittelt. Anderes tritt, bei Bashô, hinzu, dass nämlich das Naturverhältnis stark durch die Erfahrung von Pilgerschaft, Vereinsamung und Weltlosigkeit bestimmt wird. Das Nicht-Haften ist so buddhistisch wie die uns franziskanisch anmutende Hinwendung.

Erstmals 1985 erschienen und 1987 in einer Vorzugsausgabe neu aufgelegt, macht diese Ausgabe von 2009 die Haiku von Bashô wieder zugänglich.

 

»Die ausgewählte Welt der Naturminiaturen des legendären japanischen Haiku-Meisters und Wanderpoeten verdichtet Gewöhnliches und Göttliches, die Momentaufnahme und Ewigkeitsahnung.« Frankfurter Allgemeine Zeitung

 

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