Steinunn Sigurdardóttir
Der Zeitdieb

Roman
Aus dem Isländishen von Coletta Bürling
Meridiane 7
1997. 180 Seiten. Leinen

ISBN 9783250600046

»Der ›Zeitdieb‹ ist schlichtweg vollkommen, und man muss schon ein ziemlicher Unmensch sein, um die 180 Seiten nicht in einer Nacht zu verschlingen.« Volker Tarnow, Die Welt

»Der Zeitdieb« erzählt die Geschichte einer selbstbewussten, gutsituierten und erfolgsgewohnten Frau, einer Lehrerin aus Reykjavík. Alda hat alles im Überfluss. Doch eines fehlt ihr, da hat der Erfolg sie übergangen: Liebe.

Jung, schön und intelligent, aus aristokratischer Familie, hat sie alle Kandidaten abgewiesen, mit

37 Jahren findet sie sich ohne feste Beziehung. Da begegnet ihr ein verheirateter Mann »mit blitzenden Blauaugen«, ein Historiker, und es bricht eine gegenseitige Liebe auf. Doch wie sie begonnen hat, so unvermittelt bricht sie nach hundert Tagen ab, ihr »Geschichtsteddy« lässt Alda fallen.

Alda wird fast über Nacht zu einer alten Frau, der Geliebte wird zum Dieb ihrer Zeit. Ein unaufhaltsamer Auflösungsprozess nimmt seinen Lauf, die gescheiterte Liebe kann nur der äußere Anlass gewesen sein.

Kein wehleidig sentimentaler Roman, eher ein poetischer Bericht von aufrechter Selbstbehauptung und deren schleichendem Zerfall.

 

Verfilmung

Der Film kam unter dem Titel »Voleur de vie« 1998 in die Kinos. Regie: Yves Angelot, Drehbuch: Nancy Houston, in den Hauptrollen: Emanuelle Béart und Sandrine Bonnaire.




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