Teresa Ruiz Rosas
Der Kopist

Roman
Aus dem peruanischen Spanisch von Alicia Padrós
1996. 128 Seiten. Gebunden

ISBN 9783250102953

»Teresa Ruiz Rosas hat einen exemplarischen Text geschrieben: Wunderbar selbstverständlich macht sie sich einen männlichen Tonfall zu eigen, in dem Erotik und Ressentiment, Ergebenheit und Ungestüm sich die Waage halten.« El País

An einem feuchtwarmen Sommermorgen, irgendwo mitten in Lima, ist es endlich so weit. Als die selbstbewusste junge Frau unerwartet in der muffigen Wohnung auftaucht wie ein »Geschenk des Himmels«, beginnt Amancio Castro der Kopf zu dröhnen vor Glück, und der biedere Kopist, der seit Jahren gewissenhaft die Meisterwerke des Komponisten Lope Burano kopiert, fühlt sich urplötzlich beschwingt wie ein zweiter Mozart.

So verheißungsvoll und heiter lässt sich diese in zwei verschiedenen Versionen erzählte »Liebesgeschichte« an, die in ein dunkles Labyrinth des Begehrens und der Eitelkeit führt.

Souverän und erbarmungslos lotet Teresa Riuz Rosas in ihrem Roman die Untiefen der menschlichen Seele aus, aber sie schreibt kein tiefschwarzes, grimmiges Melodram, mit Sinn für Ironie zeigt sie auch das Lächerliche und Groteske, das sich in den Abgründen des Horrors und des Erhabenen verbirgt.




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