Werner Lutz
Flußtage

Gedichte
1996. 80 Seiten. Leinen

»Ich sitze am Ufer / knüpfe Beziehungen an / Beziehungen fließen mir zu.«

So beginnt der neue Gedichtband von Werner Lutz, eine Meditation über das Wasser und das Fließen.

Mit einfachen Bildern und ohne rhetorischen Schmuck, ein chinesischer Tuschemaler, der sich über seine Blätter beugt, so schreibt Werner Lutz eine Geschichte der Jahreszeiten. Sie scheint dem Wasser und dem Fluss gewidmet, doch werden die Gesten der Natur immer deutlicher auf unsere Suche übertragen: »Das Glück hat nichts / von einem Vogel / und wenn ich grabe / finde ich den Stein / der mich traurig macht«.

Auf der Spur der »Unkrautworte« buchstabiert er seine Melancholie, aber auch die Unruhe, die der Fluss evoziert: »dasselbe Wasser fließt / uns durch die

Augen / und was es mitträgt an Treibgut / stößt jeden an«.




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