Antonio Machado
Einsamkeiten – Soledades

Gedichte
Spanisch und deutsch
Übersetzt und mit einem Nachwort versehen von
Fritz Vogelgsang
1996. 320 Seiten. Halbleinen mit Lesebändchen
Umschlaggestaltung von
Mike Bierwolf

ISBN 9783250102915

»In der Gestalt Antonio Machados verbinden sich Prosa und Poesie, Leben und Werk auf natürlichste Weise. Poesie und Reflexion sind Lebensvorgänge.« Octavio Paz

Vielen Spaniern gilt der hierzulande noch immer fast unbekannte Antonio Machado als der bedeutendste Lyriker ihres Landes im 20. Jahrhundert: ein Dichter der geballten Stille, ein unadretter Mensch von überwältigender Lauterkeit, eine dauerhaft provozierende moralische Autorität, gegründet auf keinem sicheren Glaubensbestand, sondern auf der suchenden Ehrlichkeit des nie beruhigten Zweifels.
Antonio Machado gehörte zur »Generation von 98«. Seine Dichtung ist vor allem Gedankenlyrik von formaler und sprachlicher Schlichtheit. Sein Hauptwerk »Campos de Castilla« (1912) wendet sich der Außenwelt zu: der Landschaft Kastiliens und seiner problematischen Geschichte. In seiner späten, aphoristischen Prosa verbirgt er sich ironisch hinter den apokryphen Gestalten des Philosophieprofessors Abel Martin und dessen Schüler Juan de Mairena.
Die Gedichte aus dem Frühwerk in diesem Band (1907 unter dem Titel »Soledades, galerias y otras poemas« in Spanien herausgebracht) gehören zu den Schlüsselwerken der modernen Literatur und schlugen für eine ganze Generation spanischer Lyriker eine Brücke zur Moderne.




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